Symposium: 11 Jahre Risikomanagement-Funktion
Vortragende:
Ort: Dachgeschoss der KPMG
Art der Veranstaltung: Präsenzveranstaltung
Preis:
Von Solvency II zur Unternehmenssteuerung
Zielsetzung
Das Symposium zur Versicherungsmathematischen Funktion 2026 hat gezeigt, wie groß das Interesse an einem fachlichen Austausch über Rolle, Verantwortung und Weiterentwicklung der Governance-Funktionen ist. An diesen erfolgreichen Auftakt knüpft 2027 das Symposium zur Risikomanagement-Funktion an.
Seit Einführung von Solvency II hat sich die Risikomanagement-Funktion als zentrale Governance-Funktion etabliert. Risikostrategien, Limitsysteme, ORSA-Prozesse, Stresstests und Risikoberichterstattung sind heute fester Bestandteil der Unternehmenssteuerung.
Im Mittelpunkt des Symposiums steht daher die Frage, wie sich die RMF über die Erfüllung regulatorischer Anforderungen hinaus weiterentwickeln hat: Welche Rolle spielt sie bei strategischen und operativen Entscheidungen?
Ein besonderer Fokus liegt auch auf dem Zusammenspiel mit der Versicherungsmathematischen Funktion. Viele Themen – von ORSA und Szenarioanalysen über Modelle und ALM bis hin zu Kapital- und Unternehmensplanung – liegen an der Schnittstelle beider Funktionen. Das Symposium soll daher nicht nur die RMF in den Mittelpunkt stellen, sondern zugleich den Austausch zwischen RMF und VMF weiter stärken.
Hochkarätige Vertreter aus Versicherungswirtschaft, Beratung, Aufsicht und Management beleuchten die Entwicklung der Risikomanagement-Funktion aus unterschiedlichen Perspektiven. Praxisberichte und eine abschließende moderierte Fachdiskussion zeigen, wie sich Aufgaben, Verantwortung und Einfluss der Funktion verändern – und welchen Beitrag RMF und VMF gemeinsam zu einer vorausschauenden und wertorientierten Unternehmenssteuerung leisten können.
Zielgruppe
Das Symposium richtet sich insbesondere an:
- Verantwortliche der Risikomanagement-Funktion und angehende Funktionsinhaber
- Mitarbeiter:innen im Risikomanagement sowie in ORSA, Kapital- und Risikosteuerung eingebundene Mitarbeiter:innen
- Verantwortliche und Mitarbeiter:innen der Versicherungsmathematischen Funktion
- Aktuar:innen und Versicherungsmathematiker:innen an den Schnittstellen von Risiko, Bewertung und Unternehmenssteuerung
- Fach- und Führungskräfte aus ALM, Kapitalmanagement, Controlling und Unternehmensplanung
- Vertreter weiterer Governance-Funktionen
- Vertreter der Aufsicht
- Wirtschaftsprüfer und Berater mit Schwerpunkt Versicherungswirtschaft und Risikomanagement
Inhalte & Zeitplan
Moderation: Rainer Kaufmann, KPMG
08:30–09:00 | Ankommen, Networking und Frühstückskaffee
09:00–09:10 | Eröffnung und Begrüßung
Impuls: Risikomanagement als Grundlage nachhaltiger Unternehmensführung
09:10–10:30 | Keynote & Überblick
11 Jahre Risikomanagement-Funktion – vom regulatorischen Auftrag zur Unternehmenssteuerung
Hans Kronthaler, Rainer Kaufmann, KPMG
Inhaltliche Schwerpunkte
- Entstehungsgeschichte und regulatorische Grundlagen der Risikomanagement-Funktion
- Entwicklung des Risikomanagementsystems seit Einführung von Solvency II
- Risikostrategie, Risk Appetite und Limitsysteme
- ORSA als zentrales Element des Risikomanagements
- Rolle und Unabhängigkeit der Risikomanagement-Funktion
- Zusammenspiel mit Vorstand, VMF, Compliance und Interner Revision
- Entwicklung von Reporting und Risikosteuerung
- Standardformel, interne Modelle und Model Risk
- aktuelle regulatorische Entwicklungen und Solvency-II-Review
- neue und sich verändernde Risiken
10:30–11:00 | Pause
11:00–12:00 | Teil 1 – Regulatorische Verantwortung
Die Risikomanagement-Funktion: Was verlangt die Regulierung – und wie wird der Auftrag in der Praxis umgesetzt?
Sibylle Scaria
Leitung Risikomanagement Grawe und Leiterin des Risikomanagement-Komitees im Versicherungsverband Österreich
Inhaltliche Schwerpunkte
- regulatorischer Auftrag der Risikomanagement-Funktion
- Anforderungen an Governance und Unabhängigkeit
- Risikostrategie und Risk Appetite Framework
- Limitsystem und Eskalationsprozesse
- ORSA und Risikoberichterstattung
- Einbindung der RMF in wesentliche Entscheidungen
- Schnittstellen zu VMF, Compliance, Interner Revision und Vorstand
- Solvency-II-Review: neue beziehungsweise veränderte Anforderungen
- Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung
12:00–13:00 | Mittagspause
13:00–14:00 | Teil 2 – Risikomanagement als Steuerungsfunktion
Von der Risikoanalyse zur Entscheidung – der Beitrag der RMF zur Unternehmenssteuerung
Isabella Mammerler Head of Risk Management, Zürich Versicherung
Inhaltliche Schwerpunkte
- Einbindung der RMF in strategische und operative Entscheidungsprozesse
- Zusammenspiel von Geschäftsplanung, Kapitalplanung und Risikoplanung
- ORSA als Steuerungsinstrument
- Kapital- und Solvenzsteuerung
- ALM und Risikoszenarien
- Stresstests und Sensitivitätsanalysen
- Steuerung über Risk Appetite und Limits
- neue und Emerging Risks
- Zusammenarbeit zwischen RMF, VMF, Controlling, Kapitalanlage und Management
- welche Informationen benötigt das Management tatsächlich?
14:00–15:00 | Die Sicht der Aufsicht
Die Risikomanagement-Funktion im Wandel: Erwartungen der Aufsicht heute und morgen Stanislava Saria, FMA
Leitfragen
- Welche Erwartungen stellt die Aufsicht heute an eine wirksame Risikomanagement-Funktion?
- Wie haben sich Rolle und Anforderungen seit Einführung von Solvency II verändert?
- Wie beurteilt die FMA die Einbindung der RMF in Entscheidungsprozesse?
- Welche Bedeutung haben Unabhängigkeit und organisatorische Stellung der Funktion?
- Wie bewertet die Aufsicht ORSA, Risk Appetite und Limitsysteme?
- Welche Erwartungen bestehen an Stresstests und Szenarioanalysen?
- Wie verändert der Solvency-II-Review die Anforderungen?
- Welche Rolle spielen Emerging Risks, Klimarisiken, Cyberrisiken und operationelle Resilienz?
- Wie sieht die Aufsicht das Zusammenspiel von RMF und VMF?
15:00–15:30 | Pause
15:30–17:00 | Moderierte Fachdiskussion
Wie viel Einfluss soll Risikomanagement haben?
Zwischen unabhängiger Kontrollfunktion und strategischem Partner des Managements
Moderation: Ulrike Ebner, VMF-Funktion Wiener Städtische Versicherung AG, Präsidentin Aktuarvereinigung Österreichs
Leitfragen der Diskussion
- Welche Rolle soll die RMF in der Unternehmenssteuerung spielen?
- Welche Risikoinformationen braucht der Vorstand für gute Entscheidungen?
- Wie werden Risk Appetite, ORSA und Solvenzkennzahlen in konkrete Steuerungsentscheidungen übersetzt?
- Wie viel Risiko muss ein Versicherer eingehen, um seine strategischen Ziele zu erreichen?
- Welche Risiken werden die Unternehmenssteuerung in den nächsten Jahren besonders prägen?
- Wie können RMF und VMF gemeinsam einen stärkeren Beitrag zur Steuerung leisten?
CDP-Punkte: 6 IDD-Einheiten: 6
Über die Vortragenden: